Durban – Strandleben und Wasserparks

Durban Hafen

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Südafrika ist von Wasser umgeben – doch eine klassische Badedestination ist das Land nicht. Das Meer ist zu kalt und zu aufgewühlt für reine Badeferien. Eine Ausnahme gibt es: Durban und die Küsten KwaZulu-Natals locken mit wunderbaren Stränden und dem deutlich wärmeren Wasser des Indischen Ozeans. Wer also nach Durban kommt, sollte die Gelegenheit nutzen und einen Tag am Meer einplanen.

Durban Golden Mile – Surfen, Baden, Strandcafés

Dreh- und Angelpunkt für Beachboys und Strandnixen ist die so genannte „Golden Mile“. Der Küstenabschnitt zwischen der Blue Lagoon im Norden und dem Marinepark „uShaka Marine World“ im Süden ist Strandpromenade, Flaniermeile, Jogging- und Fahrradstrecke. An der Golden Mile zeigt die Stadt ihr lässiges und fröhliches Gesicht. Und das rund ums Jahr, denn Durban bietet mehr als 300 Sonnentage zwischen Januar und Dezember und läuft damit anderen südafrikanischen Städten deutlich den Rang ab, vor allem Kapstadt, das häufiger mit trübem Wetter zu kämpfen hat.

Viele Kapstädter und Johannesburger kommen deshalb gerne nach Durban, um das herrliche Wetter und die Strände zu genießen. Die mächtigen Wellen des Indischen Ozeans liefern die Untermalung für das rege Strandleben. Schon früh am Morgen kommen Büroangestellte und genehmigen sich ein erfrischendes Bad oder joggen die Promenade entlang. Später finden sich dann die braungebrannten Surfer ein, die dort den ganzen Tag lang gute Bedingungen für einen kühnen Ritt auf den Wellen finden.

Doch auch wer nicht ins Wasser möchte, kann sich an der Küste einen schönen Tag machen. Strandcafés laden zu einem Cappuccino oder einem erfrischenden Cocktail ein. Es duftet nach gebratenem Fisch oder würzigem Curry, das dank des indischen Einflusses in Durban immer köstlich schmeckt. Wer fußmüde ist, setzt sich einfach in eines der bunt dekorierten Rikschas und lässt sich die Promenade entlangfahren.

Durban per Fahrrad erkunden

Seit Neuestem hat Durban auch das Fahrrad entdeckt. Es gibt eine Reihe von Stationen, an denen sich die Zweiräder ausleihen lassen. Ein perfektes Fortbewegungsmittel, um bequem und zügig unterwegs zu sein, dabei aber flexibel ganz nach eigenen Wünschen das Tempo zu bestimmen und Pausen zu machen, wo es einem gefällt.

Mit dem Fahrrad geht es vorbei an Seebrücken, einem kleinen Funpark mit Seilbahn, an Hotels und Cafés. Besonders spannend sind die Art-déco-Gebäude, von den Durban einige vorweisen kann. Der Art-déco-Stil, der mit seiner besonderen Formen- und Farbsprache zu Beginn des 20. Jahrhunderts überall in der Welt Liebhaber und Nachahmer fand, hat damals seinen Weg auch nach Durban gefunden. Wer genau hinschaut, entdeckt auch afrikanische, indische und viele maritime Elemente, die diese Gebäude schmücken und dem Art-déco in Durban einen besonderen Stempel aufdrücken. Zu finden sind zum Beispiel Löwenköpfe, Antilopen oder auch Delfine, von denen es vor den Küsten der Stadt viele gibt. Zwar finden sich die Art-déco-Gebäude nicht so dicht beieinander wie in Miami Beach, aber es lohnt sich durchaus auf Spurensuche zu gehen.

Moses Mabhida Stadion

Im nördlichen Abschnitt der „Golden Mile“ steht, nur einen Steinwurf von der Küste entfernt, das berühmte Moses Mabhida Stadion, das zur Fußballweltmeisterschaft in Südafrika 2010 erbaut wurde. Das Stadion mit dem kühn geschwungenen Dach gilt als ein neues Wahrzeichen Durbans und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Es kann nicht nur besichtigt, sondern auch bestiegen werden – entweder bequem mit dem Sky Car oder ganz sportlich zu Fuß. Wer noch mehr Abenteuer sucht, stürzt sich vom stählernen Bogen mit einem Bungee-Jump in die Tiefe und erlebt den ultimativen Kick.

Durban Mini-Town

Direkt am Strand liegt auch „Mini Town“, das die vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt im Kleinformat zeigt. Mehr als 100 Modelle zeigen komprimiert, welches die Highlight Durbans sind. Zu einer Erholungspause lädt Amphitheatre Gardens ein, ein tropischer Garten mit Teichen und plätschernden Brunnen, der direkt neben „Mini Town“ liegt.

UShaka Marine World – Aquarium, Rutschen und co.

Wer das maritime Durban erleben möchte, kommt an der UShaka Marine World auf keinen Fall vorbei. Der Freizeitpark am Südende der Golden Mile, der 2004 als neues touristisches Highlight eröffnet wurde, bietet Spaß, Unterhaltung und Wissenswertes rund um maritime Themen. Sechs Themenbereichen sprechen die unterschiedlichen Interessen an: Sea World, Wet `n Wild, uShaka Beach, Village Walk, Dangerous Creatures und Rayz Kids World.

Das rund 150.000 Quadratmeter große Strand- und Wasserareal ist der größte Themenpark seiner Art in Afrika. Vor allem Familien haben ihren Spaß. Kinder sind besonders von den Riesenrutschen, den Swimmingpools und Fun-Aktivitäten begeistert. Spannende Einblicke ins Leben unter Wasser bietet das Aquarium, das größte in der südlichen Hemisphäre. Schildkröten, tropische Fische, Rochen, Seepferdchen und Haie gleiten durchs Wasser und können – nur durch eine Glasscheibe getrennt – ganz genau in Augenschein genommen werden. Doch auch Shops, Cafés und Restaurants sorgen für Abwechslung. Wer Hunger verspürt, sollte sich für das „The Cargo Hold“-Restaurant entscheiden, das in einem nachempfundenen Schiffswrack liegt und Einblick ins Aquarium bietet. Wer hier am Kaffee nippt oder sein Dinner einnimmt, kann gleichzeitig beobachten, wie Haie, Rochen oder Schildkröten vorbeischwimmen.

Du willst noch mehr „Spaß im Wasser“ und dein Schiff legt auch noch in Kapstadt an? Dann schaue unbedingt auch in unseren Artikel „Sunset Cruise ab/an Kapstadt„.

Haie und Hai-Touren an Durbans Küste

Ein Thema beschäftigt das maritime Durban schon immer besonders: Die Küsten KwaZulu-Natals und damit auch die Küsten direkt bei Durban sind Haigebiet. In dem relativ warmen Wasser des Indischen Ozeans fühlen sich die gefährlichen Räuber besonders wohl. Ob Tigerhai, Bullenhai oder weißer Hai – hier sind sie alle vertreten. Die Haigefahr war so groß, dass bereits in den 1960er-Jahren das „KwaZulu-Natal Sharks Board“, eine Haischutz- und Haiforschungseinrichtung, gegründet wurde.

Sie hat nach und nach einen Küstenabschnitt mit 37 Strand- und Badebereichen vor Haien gesichert. Zum Teil werden Netzen 400 Meter vor der Küste gespannt, zum Teil Anker mit Köder installiert. Da sich in den Netzen auch häufiger harmlose und schützenswerte Tiere wie Schildkröten und Delfine verfangen, sind nun alternative Abwehrmethoden in der Testphase, die mit Elektrik beziehungsweise akustischen Signalen arbeiten. Seit in Durban und an den umliegenden Stränden Haischutz praktiziert wird, ist es nicht mehr zu Unfällen mit Haien gekommen. Der letzte wurde im Jahr 1999 verzeichnet. Wer sich für das Thema interessiert, sollte das Sharks Board besuchen. Dort gibt es ein interessantes Museum und eine Präsentationsschau, die viel über Haie und ihre Verhaltensweise zeigt.

Wer schon früh am Morgen in Durban ist, kann auch eine Hai-Tour beim Sharks Board buchen. Dann geht es mit einem Boot auf Meer hinaus, um mit eigenen Augen zu sehen, wie die Hainetze kontrolliert werden. Eine Handvoll Männer in orangefarbenen Schutzanzügen fährt in kleinen Booten die Küste ab und lupft die Hainetze, um zu schauen, ob sich etwas darin verfangen hat und um die Netze von Dreck und Matsch zu befreien. Im Netz gefangene Tiere werden teilweise mit einem Trackingsensor versehen und freigelassen. Die Tour ist äußerst interessant und bietet vor allem einen wunderschönen Blick auf die Skyline Durbans, die sich in der aufgehenden Sonne wie ein Scherenschnitt vor dem Horizont abhebt. Die gesamte Golden Mile mit dem imposanten Fußballstadion ist zu sehen.

Durban im Juni und Juli

Wer im Juni oder Juli in Durban ist, kann sich darüber hinaus auf ein ganz besonderes, spektakuläres Ereignis freuen. Hier vor der Küste findet dann die weltweit größte Fischmigration statt. Abermillionen von Sardinen ziehen von Süden herauf – gefolgt von zahlreichen Räubern wie Haien, Delfinen und auch Walen, die ein Festessen vorfinden. Auch Seevögel wie die Tölpel folgen dem Fischschwarm und schießen in die Tiefe, um eines der Fischlein zu erwischen. Dieses als „Sardine Run“ bekannte Phänomen zieht jedes Jahr viele Besucher an, wobei der genau Zeitpunkt schlecht zu terminieren ist – ein bisschen Glück gehört dazu, um zur rechten Zeit am richtigen Ort zu sein. In diesen Wochen werden übrigens die Hainetze entfernt, um der Natur ungehindert ihren Lauf zu lassen. Dann heißt es also, sich genau an die Hinweise und Sperrschilder zu achten und nur dort ins Wasser zu gehen, wo es ausdrücklich erlaubt ist.

Lies jetzt auch unseren Blogpost Durban: Heiler-Märkte und Zulu-Tradition

Dieser Beitrag wurde von Kreuzfahrten-Bloggerin Jutta Lemcke verfasst. Fotos © Jutta Lemcke.
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