Kapstadt – ins Herz der schönsten Stadt der Welt

Kapstadt Citytour

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Kapstadt gilt als schönste Stadt der Welt – zu Recht! Die Metropole zu Fuße des mächtigen Tafelberges liegt zwischen zwei Meeren, ist sonnenverwöhnt, bietet historische sowie kulturelle Attraktionen und hat einen Lifestyle, der sofort Urlaubslaune aufkommen lässt. Wer wenig Zeit hat und schon auf dem Tafelberg war, sollte eine Rundtour durch die City unternehmen, denn hier schlägt das Herz der Stadt.

Viele zieht es in Kapstadt zunächst auf den Tafelberg, das absolute Top-Highlight an der Südspitze Afrikas. Wer oben ist, genießt einen grandiosen Ausblick. Zu Füßen liegt diese traumhaft schöne Metropole und man sieht alle Attraktionen wie auf einem Wimmelbild. Das weckt sofort die Lust, tief in die „Mothercity“ einzutauchen und alles zu erkunden. Doch aufgepasst: Die Stadt entfacht ein Feuerwerk an Attraktionen und es wäre eine Lebensaufgabe, in all ihre Geheimnisse einzudringen. Der Kurzbesucher muss sich beschränken. Da bietet es sich an, eine City-Tour zu unternehmen, denn rund ums Zentrum ballen sich interessante Plätze, Gebäude, Märkte, Straßen und Flaniermeilen.

Historisches Zentrum: Auf den Spuren von drei Friedensnobelpreisträgern

Das historische Zentrum  von Kapstadt findet sich rund um Company’s Garden. Heute ist der Garten inmitten der Stadt eine grüne Oase, in der die Captonians gerne ihre Mittagspause verbringen und Touristen umherspazieren, auf den Wiesen chillen und den vielen Eichhörnchen zusehen. Angelegt wurde er bereits im 17. Jahrhundert von der Holländisch-Ostindischen Handelskompagnie, um dort Obst und Gemüse anzupflanzen – wichtige vitaminreiche Frischware für die Seeleute, die von Europa kommend auf dem Weg nach Asien waren. Im Garten gibt es auch ein Restaurant und Café unter schattigen Bäumen. Rund um den Company’s Garden finden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie etwa das Cape Town Holocaust Centre mit einem Museum, das House of Parliament, die Nationalgalerie und die Slave Lodge von 1679, die heute ein Museum zur Geschichte der Sklaverei beherbergt. Alle wichtigen Namen der südafrikanischen Geschichte haben rund um den Company’s Garden ihre Spuren hinterlassen. So hatten hier drei Friedensnobelpreisträger ihre Wirkungsstätte: der ehemalige Präsident Frederik de Klerk sowie der Freiheitskämpfer und spätere Präsident Nelson Mandela im Parlamentsgebäude und Erzbischof Desmond Tutu in der St. George’s Anglican Cathedral. Ein wenig entfernt gelegen, aber auch von großer historischer Bedeutung, ist das Castle of Good Hope, das im 17. Jahrhundert entstand und als das älteste Gebäude Kapstadts gilt. Seine Anfänge gehen auf den holländischen Kaufmann Jan van Riebeeck zurück, der 1652 am Kap anlandete und ein kleines Fort errichtete. An dieser Stelle entstand später das eindrucksvolle, fünfeckige Castle of Good Hope, das heute unter anderem ein Museum beherbergt. Jeden Tag um 12 Uhr wird hier übrigens ein Böllerschuss per Signalkanone abgefeuert. 

Long Street: Trendstraße mit schicken Läden und stylischen Cafés

Doch will man in Kapstadt natürlich nicht nur Historisches sehen, dafür ist die Stadt viel zu jung, modern und lebenslustig. Ebenfalls im Zentrum lockt zum Beispiel der Green Market Square mit einem großen Flohmarkt, auf dem die Herzen aller Souvenirjäger höher schlagen. Aus ganz Afrika kommen die Händler, die Holzschnitzereien, bunt gemusterte Stoffe, Perlenschmuck, Lederwaren und Bilder anbieten. Der Platz ist von Restaurants und Cafés gesäumt, so dass man sich nach erfolgreichen Einkäufen bei einem Snack und Getränk entspannen kann. Wer nicht fündig geworden ist, kann übrigens zum Pan African Market auf der Long Street gehen. Dort werden ähnliche Waren in einem mehrstöckigen Gebäude zu moderaten Preisen angeboten.

Die Long Street ist sowieso einen Besuch wert. Viktorianische Gebäude mit zum Teil wunderschön geschmiedeten Balkongeländern säumen die Straße, in der sich Trendläden, stylische Cafés, Bookshops und Galerien abwechseln. Richtig spannend wird es hier am Abend – dann treffen sich Einheimische und Touristen, um die Nacht zum Tag werden zu lassen. Wer die Long Street weiter Richtung Tafelberg geht, den man in Kapstadt ständig im Blick hat, kommt auf die Kloof Street, die ebenfalls trendy, aber ein wenig schicker ist. Von hier ist es einen Katzensprung zum legendären Mount Nelson Hotel, das schon immer einen rosafarbenen Anstrich trug und deshalb „Pink Lady“ genannt wird. Perfekt ist es, wenn man sich hier zum „Afternoon Tea“ einbucht, der in der Lounge oder auf der Terrasse serviert wird. Very british kann man hier Mini-Sandwiches, kleine Kuchen und eine stilvolle Tasse Tee genießen. Als Konkurrenz zur Long Street gibt inzwischen eine neue, sehr angesagte Adresse: die Bree Street, die ebenfalls mit einem bunten Mix aus Trendetablissements lockt.      

Bo-Kaap: Bonbonbunte Häuschen am Fuße des Signal Hill

Kapstadts Zentrum ist recht kompakt und so ist man auch schnell im Bo-Kaap-Viertel. Hier ist es etwas ruhiger, aber nicht weniger interessant. In diesem Viertel am Fuße des Signal Hill wohnen die sogenannten Kapmalaien, Nachfahren ehemaliger Sklaven, die im 17. und 18. Jahrhundert aus Asien ans Kap verschleppt wurden. Anders als man aufgrund des Namens denken könnte, kamen die wenigsten aus dem heutigen Malaysia. Der Großteil stammt aus Indien, Sri Lanka und Indonesien. Die Menschen bewahrten sich über all die Jahre ihren islamischen Glauben und so steht im Bo-Kaap auch die älteste Moschee Südafrikas, die Auwal Mosque. Das Bo-Kaap ist auch deshalb so beliebt, weil es mit seinen bonbonbunten Häuschen einfach wunderschön aussieht und tolle Fotomotive bietet. Die Kapmalaien haben übrigens mit ihrer Kochkunst einen erheblichen Einfluss auf die südafrikanische Küche genommen und dazu beigetragen, dass diese weltweit einen hervorragenden Ruf genießt. Im Bo-Kaap gibt es auch ein interessantes Museum und einen in der ganzen Stadt beliebten Gewürzladen.

Waterfront: Schickes Shoppingareal mit vielen extra Attraktionen

Zu einer Tour im Stadtinneren von Kapstadt gehört natürlich auch ein Besuch der in fußläufiger Entfernung liegenden Victoria & Alfred Waterfront, die allgemein nur Waterfront genannt wird. Auf dem ehemaligen Werftgelände ist ein überaus schickes Areal entstanden mit tollen Shoppingmalls, schicken Boutiquen, hochwertigen Märkten und zahllosen sehr guten Restaurant und Cafés. Touristen schätzen die Waterfront sehr, da man dort völlig unbeschwert für viele Stunden umherbummeln kann. Wer mit dem Auto kommt, findet zudem reichlich Platz in den Parkhäusern. Dazu muss man eines sagen: Auch sonst kann man in Kapstadts Zentrum – am Tag – ohne Sicherheitsbedenken umherlaufen, wenn man die normalen Vorkehrungen, die in allen Metropolen der Welt gelten, beachtet. Die Waterfront ist noch einmal sicherer, weil es sich um ein abgetrenntes Gebiet handelt, das von Security bewacht wird. Die Stimmung ist hier stets hervorragend und häufig sorgen Live-Musiker noch einmal für extra gute Stimmung. Von der Waterfront gehen übrigens auch die Fähren nach Robben Island, die ehemalige Gefängnisinsel, auf der Nelson Mandela 18 seiner 27 Jahre in Gefangenschaft verbracht hat (Vorreservierung nötig!). Überdies bietet die Waterfront mit dem Two Oceans Aquarium einen tollen Anlaufpunkt für Kinder und an den Wundern unter Wasser interessierten Erwachsenen. Beliebter Treffpunkt und tolles Fotomotiv ist der Clock Tower von 1882, in dem einst der Hafenmeister residierte. 

Zeitz MOCAA: Spektakuläres Museum für moderne afrikanische Kunst

Seit 2017 gibt es ein weiteres Highlight an der Waterfront: das Zeitz MOCAA Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst, das mit Unterstützung des Ex-Puma-Chefs Jochen Zeitz entstand und Teile seiner privaten Sammlung enthält. Spektakulär ist auch die Architektur. Für das Ausstellungsgebäude wurde ein Glasbau auf ein ehemaliges entkerntes Getreide-Silo gesetzt. Wer ins Zeitz MOCAA eintritt, meint in einer Kathedrale gelandet zu sein. Nach oben geht es mit einem gläsernen Aufzug. Im 2. Stockwerk gibt es ein stylisches Café, von dem aus man einen grandiosen Ausblick auf den Hafen und den Tafelberg hat. Im gleichen Gebäude untergebracht ist das Silo Hotel, das mit einer wunderbaren Rooftop-Bar lockt!

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