Swakopmund – Bienenstich und Seebad-Flair

Swakopmund

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Swakopmund liegt weit im Süden von Afrika und ist von Wüste umgeben. Und doch: Das kleine Städtchen am tosenden Atlantik atmet Seebad-Atmosphäre. Hier gibt es kleine Cafés, nette Shops, eine Seebrücke zum Bummeln und nicht zuletzt einige nett herausgeputzte Häuser aus der deutschen Kolonialzeit.

Walvis Bay und Swakopmund

Wer im Routenplan seines Kreuzfahrtschiffes den namibischen Hafen Walvis Bay als Anlaufstelle liest, mag sich wundern. Walvis Bay (auch Walfischbucht genannt) kennt kaum jemand und der Name klingt nach dem, was es ist: ein Fischereihafen – der heute auch als Industriehafen genutzt wird. Wer nach Walvis Bay fährt, möchte jedoch eigentlich woanders hin: nach Swakopmund, in das kleine, nette Städtchen rund 30 Kilometer nach Norden die Küste hinauf.
Swakopmund liegt in Afrika, umgeben von Sanddünen, nicht weit entfernt von Big-Five-Wildreservaten – und ist doch um vieles anders als die üblichen Städte Namibias. Das fängt schon mit dem Wetter an. Immer wieder ziehen Nebelschwaden vom Meer über den Ort, bringen kühle Temperaturen und Feuchtigkeit. Wie ärgerlich, mögen europäische Besucher denken. Anders die Namibianer, die sonst unter der trockenen Hitze der Wüste leiden. Sie finden, Swakopmund habe das beste Wetter südlich des Äquators! Das führt dazu, dass Swakopmund der beliebteste Ferienort des ganzen Landes ist. Wenn Namibia unter der Hitze ächzt, strömt alles nach Swakopmund für eine kühle Auszeit. Um die Stadt herum haben Betuchtere ihre Urlaubshäuschen aufgestellt. Im Dorf – so nennen die Bewohner ihre Heimat – herrscht entspannte Urlaubsatmosphäre mit allem, was dazu gehört.

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Stadtbummel auf eigene Faust

Für Kreuzfahrer, die einen Landausflug nach Swakopmund unternehmen möchten, ist das ideal. Sie können ganz relaxt herumbummeln. Die Sicherheitslage ist gut und es wird alles geboten, was ein Ferienbesucher gerne vorfindet – inklusive ein paar Sehenswürdigkeiten und historischer Attraktionen aus der deutschen Kolonialzeit.
Swakopmund ist sehr überschaubar mit nur wenigen Straßen rund ums historische Zentrum, das dicht am Meer liegt. Ein perfekter Startpunkt für einen Bummel ist die Mole. Hier treffen sich alle zum Sehen und gesehen werden, um ein Schwätzchen zu halten oder ein Feierabendbier zu schlürfen. Und sobald die Sonne vom Himmel brennt, wird hier sogar gebadet, was sonst in Namibia kaum möglich ist, weil die Brandung zu stark und das Wasser zu kalt ist. Doch in der geschützten Lagune herrscht reges Treiben, so dass man gerne seine Badesachen auspacken und ein paar erfrischende Schwimmzüge machen kann. Auch Familien mit Kindern sind hier richtig, denn direkt am Strand gibt es einen schönen Spielplatz. Wer lieber entspannen möchte, kann sich in eines der netten Restaurants an der Mole setzen, die zum neuen und schicken Strand Hotel Swakopmund gehören. Da gibt es Bier und deftige Speisen im Brewer & Butcher, Seafood und frische Austern im Ocean Cellar und frische Leckereien im Farmhaus-Stil im Farmhouse Deli. Sie möchten nur einen Cappuccino trinken? Dann ist das Café Mole mit Blick auf Wasser und Strandpromenade perfekt.

Fachwerk und Neobarock: Auf den Spuren deutscher Kolonialgeschichte

Traditionalisten schlendern aber noch ein paar Schritte weiter und lassen sich in der „Alten Brauereistube“ nieder. Dort bestellen sie vielleicht eine Schwarzwälder Kirschtorte, die hier als „Black Forest Cake“ angeboten wird. Dieses Café, in dem die deutsche Kolonialvergangenheit noch lebendig ist, ist im Gebäude des „Swakopmund Museum“ untergebracht, in dem ehemals das Kaiserliche Hauptzollamt residierte. Wer sich für Archäologie, Mineralogie, Botanik und die deutsche Kolonialgeschichte interessiert, sollte sich etwas Zeit für die interessante Ausstellung nehmen. So oder so lohnt es sich, einmal einzutreten. Jeder wird nett, auf Wunsch auch auf Deutsch, willkommen geheißen und kann in den gut sortierten Buchauslagen stöbern. Hier gibt es spannende Lektüre zu Flora und Fauna, aber auch zur Geschichte des Landes, darunter auch etliche Bücher auf Deutsch. Nur noch rund 20.000 deutschsprechende Namibier leben im Land, doch ihre Kultur ist noch recht lebendig, wie man hier entdecken kann.

Wolkenkratzer? Das höchste Gebäude ist mit 21m der Leuchtturm

Nur wenige Schritte entfernt wartet eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt: der Leuchtturm von 1902, mit 21 Metern das höchste Gebäude von Swakopmund. Frisch angemalt im charakteristischen Rot und Weiß hebt er sich gegen den blauen Himmel ab. Fast könnte man meinen, man sei an Nord- oder Ostsee, allerdings belehren einen die umstehenden Palmen eines Besseren. Wer sich für die deutsche Vergangenheit interessiert, die übrigens nur gut 30 Jahre von 1884 bis 1915 währte, kann einen Bummel zu einigen schönen und gut renovierten kolonialen Gebäuden machen (Hinweise gibt es in der Touristeninformation hinter dem Leuchtturm) Da ist zum Beispiel das Woermann-Haus mit dem Damara-Turm in der Bismarck-Straße in schönstem Fachwerk-Stil und das neobarocke Hohenzollern-Haus. Die meisten interessanten Gebäude lassen sich bequem zu Fuß erreichen. Zum Abschluss des Eintauchens in koloniale Zeiten geht es dann vielleicht ins legendäre Café Anton – sehr deutsch mit Bienenstich, Käsekuchen und süßen Schweineohren.

Für Shoppingfans: Attraktive Läden und afrikanischer Markt

Doch auch die Gegenwart ist interessant und bietet spannende Entdeckungen. Entlang der Sam Nujoma Avenue und in den Nebenstraßen warten kleine Shops mit einem gut sortierten Angebot auf Kaufwillige – da finden sich afrikanischer Schmuck, feine Lederwaren, Körbe, Stoffe und stilvolle Dekorationsstücke. Richtig afrikanisch wird es auf dem Straßenmarkt südlich der Mole an der Straße „Am Zoll“. Die Auswahl ist gut, die Qualität für einen Straßenmarkt in Ordnung – allerdings ist Handeln angesagt. Unverbindlicher Tipp: 50 Prozent Preisreduktion sind meist drin. Wer die Sache mit Charme, Humor und einer Portion Standfestigkeit angeht, wird sicher sein Lieblingsstück zu einem guten Preise mit nach Haus nehmen können.

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Kulinarisch gut aufgestellt: Jetty 1905 und The Tuk locken mit leckeren Speisen

Wer durch Swakopmund bummelt, wird irgendwann Hunger verspüren und sich einen Platz zum Lunchen suchen wollen. Gutes Essen zu sehr fairen Preisen gibt es im Traditionshotel Hansa an der Straße Hendrik Witbooi. Der Service ist klasse und der Blick in den grünen Innenhof sehr schön. Mehr trendy ist es, Richtung Jetty, also zur eisernen Landungsbrücke, zu gehen, was kaum länger als zehn Minuten von der Mole aus dauert. Sie wurde Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut, stand mehrmals vor dem Abriss, doch lebt immer noch. Noch besser: An ihrem Ende lädt nun das feine Restaurant Jetty 1905 ein. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt, von Sushi über Austern (die frisch von der Küste kommen) bis zu feinen Fleischgerichten, auch vom Springbok oder der Oryx-Antilope. Alternativ kann man vorne an der Landungsbrücke ins The Tug Restaurant gehen. Von hier hat man einen tollen Blick auf die Jetty und kann ebenfalls gut speisen, wobei die Einheimischen derzeit auf das Jetty 1905 setzen, das eine persönlichere Atmosphäre bietet.
Von der Jetty Richtung Süden lockt dann noch der Besuch des Aquariums an der Strand Street, das einzige seiner Art in Namibia. Höhepunkte sind ein gläserner Tunnel mit Blick auf die Fischwelt, die sich vor den Küsten Namibias findet. Zu sehen sind zum Beispiel Schildkröten, Brillenpinguine, Ohrenrobben, Haie und Rochen.

Swakopmund und mehr: Ab Walvis Bay locken weitere spannende Ausflüge

Wer mit dem Kreuzfahrtschiff Walvis Bay (Walfischbucht) ansteuert, kann neben einem Ausflug nach Swakopmund noch eine ganze Reihe anderer interessanter Touren unternehmen. Dazu gehören: Heißluftballonfahrten über die Dünen; Living-Desert-Tour, die zeigt, wie die Tierwelt in der Wüste überlebt; Quad-Biken in den Dünen; Katamaran-Fahrt ab Walvis Bay, auf der mit Glück Robben und Flamingos gesehen werden; Township-Touren nach Mondesa; 4×4-Touren zum Sandwich Harbour (Dünenlandschaft).

Dieser Beitrag wurde von Kreuzfahrten-Bloggerin Jutta Lemcke verfasst. Fotos © Jutta Lemcke.
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